„Ich bin stolz darauf, was unsere 300 Kollegen und Kolleginnen für unsere Kunden tagtäglich leisten“

„Ich bin stolz darauf, was unsere 300 Kollegen und Kolleginnen für unsere Kunden tagtäglich leisten“

Julius Kramer, Geschäftsführer, J.H.K. Gruppe

Julius Kramer, Geschäftsführer, J.H.K. Gruppe

Wie lange sind Sie schon im Unternehmen?
Ich bin seit Mai 2016 in 4. Generation als Geschäftsführender Gesellschafter im Unternehmen. Vorher habe ich Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe studiert und dann bei der Deutschen Lufthansa bewusst in einer ganz anderen Branche und einem anders organisierten Unternehmen meine erste Berufserfahrung gesammelt.
Bis Januar 2018 habe ich mir die Unternehmensführung mit meinem Vater Ingo Kramer und anderen Kollegen der Geschäftsleitung geteilt, danach habe ich die unternehmerische Verantwortung übernommen. Gemeinsam mit Herrn Kürfgen, seit 09/18 Geschäftsführer in der Holding, und Herrn von Seggern, seit 04/18 Geschäftsführer bei M+F, und allen Kolleginnen und Kollegen wollen wir unser Familienunternehmen weiterentwickeln.

Wie würden Sie die Unternehmens-DNA beschreiben? Was zeichnet J.H.K. aus?
Wir sind ein überzeugtes Familienunternehmen, dazu gehört für mich der Generationsgedanke des Unternehmens. Das heißt, dass wir in Generationen und nicht an kurzfristige Gewinne denken. Wir haben langfristige Ziele und Visionen.
Ebenso zeichnet uns unsere Verlässlichkeit aus, denn wir sind seit über 118 Jahren ein verlässlicher Partner für unsere Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit mit langjährigen Kunden erreicht man aber auch nur, wenn man Leistungsbereitschaft und Flexibilität an den Tag legt und dafür stehen alle Kolleginnen und Kollegen in der Gruppe. Das macht mich besonders stolz.
Es zeigt, dass wir in all unseren Leistungsspektren – vom Rohrleitungsbau bis hin zur Terminalautomationsoftware – unsere Segel tagtäglich nach den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten.

Was ist Ihnen wichtig? Wofür stehen Sie?
Die Werte unseres Unternehmens sind auch meine persönlichen Werte, für die ich in der alltäglichen Arbeit einstehe.
Darüber hinaus ist mir Transparenz wichtig. Das umfasst für mich Offenheit und klare Kommunikation im Umgang mit unseren Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Sowohl positive wie auch negative Entwicklungen müssen offen angesprochen werden. Fehler dürfen gemacht werden, so lange sie sich nicht wiederholen und wir daraus lernen und uns weitern entwickeln.
Für Mitarbeiter steht deshalb meine Tür wortwörtlich offen. Darüber hinaus stelle ich den Teamgedanken in den Vordergrund, der verbunden ist mit klaren Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Hier haben wir noch einen Weg zu gehen.
Gleichzeitig stehe ich selbst für den Generationswechsel in der Geschäftsführung und der Eigentümerstruktur, ich sehe das aber auch an anderen Stellen im Unternehmen. Zum Beispiel werden wir in den nächsten Jahren einige erfahrene und langjährige Kollegen in den Ruhestand verabschieden, daher haben wir u.a. unsere Ausbildungsanstrengungen intensiviert. Denn die Überzeugung, dass der Unternehmenserfolg durch unsere fachlich gut ausgebildeten Mitarbeiter erzielt wurde und auch zukünftig wird, trage ich tief in mir.

Worauf sind Sie stolz?
Besonders stolz bin ich darauf, was unsere 350 Kollegen und Kolleginnen für unsere Kunden tagtäglich leisten. Darüber hinaus ist es natürlich auch etwas Besonderes, die Chance zu bekommen ein Familienunternehmen in 4. Generation in die Zukunft zu führen.

Das Leben einer Unternehmensgruppe ist immer mit Höhen und Tiefen verbunden. Daher bin ich besonders stolz darauf, dass es unserer Unternehmensgruppe immer wieder gelingt, sich gemeinsam mit allen Kollegen aus schwierigen Situationen – seien es schwierige Projekte oder wirtschaftlich anspruchsvolle Zeiten - mit viel Engagement, Anstrengungen und Leidenschaft heraus zu arbeiten. Wir halten zusammen, das ist toll.

Was sind die Ziele für die Zukunft bei J.H.K.?
Das Ziel ist bis 2026, wenn J.H.K. sein 125-jähriges Firmenjubiläum feiert, auch weiterhin eine industrielle Dienstleistungsgruppe mit hoher manueller Fertigung zu bleiben. Wir wollen in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern die Gesamtleistung auf 65 Mio. € erhöhen. Dies soll unter anderem durch internes, profitables Wachstum und Unternehmenszukäufe erreicht werden.
Gleichzeitig werden wir unsere Abläufe und Arbeitsmittel kontinuierlich verbessern. Hierzu gehört u.a. eine systematische Modernisierung unserer IT, die wir in diesem Jahr angestoßen haben und wo wir bereits erste Verbesserungen sehen.
Das Ziel ist aber nur mit unseren Kollegen und Kolleginnen zusammen zu erreichen – daher wollen wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber für neue und bestehende Mitarbeiter erhöhen, insbesondere durch eine Konzentration auf die Aus- und Weiterbildung. Ein erster Schritt ist hier bereits erreicht. Unsere Ausbildungsquote haben wir von 5 % auf 10 % erhöht.

Welche Herausforderungen sehen Sie für die nächsten Jahre und wie begegnen wir diesen?
Ich sehe mehr Chancen als Herausforderungen für unser Unternehmen. Wenn es uns gelingt, die Herausforderungen zu meistern, bin ich mir sicher, dass die 5. Generation in ein paar Jahrzehnten eine erfolgreiche Unternehmensgruppe übernehmen wird. Unsere größten Herausforderungen sind aus meiner Sicht wohl die nachfolgenden drei:

  1. Fachkräftemangel: Motivierte und engagierte Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen und zu binden. Insbesondere junge Menschen auch für die handwerklichen Tätigkeiten zu begeistern.
  2. Digitalisierung: Wesentliche Arbeitsabläufe digitalisieren oder durch die IT-Unterstützung effizienter gestalten. Aktuell sind wir bereits dabei, die IT-Landschaft in der Unternehmensgruppe weiterzuentwickeln. Gleichzeitig müssen wir das digitalisierte Wissen unser Mitarbeiter fördern, um auf Veränderungen in ihren Tätigkeiten infolge der Digitalisierung reagieren zu können.
  3. Im Preis- und Qualitätswettbewerb mit aufstrebenden Ländern, z.B. aus Osteuropa, müssen wir uns behaupten.

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